Hintergrund der Spagyrik

Unter dem Begriff Spagyrik versteht man die Herstellung und Anwendung von Arzneimitteln, die nach alchemistischen Techniken gewonnen wurden. Spagyrik gilt als medizinischer Zweig der Alchemie. Ihre Ursprünge lassen sich bis in die antiken Hochkulturen zurückverfolgen. Eine besondere Bedeutung hatten spagyrische Arzneimittel für den Arzt Paracelsus, auf den der Name Spagyrik zurückgeht.

 

Seit dem 20. Jahrhundert haben sich spagyrische Arzneimittel im Bereich der Naturheilkunde sowie in der Alternativ- und Komplementärmedizin nach und nach etabliert. Allerdings ist die Spagyrik kein einheitliches System, weder in der Theorie noch in der Praxis. Es gibt heute sehr verschiedene spagyrische Heilsysteme mit oft deutlichen Unterschieden in der Herstellung, der Mittel und ihrer Anwendung.

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Spagyrische Essenzen

Unter den spagyrischen Arzneimitteln nehmen spagyrische Essenenzen eine Sonderrolle ein. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spagyrika handelt es sich bei den Essenzen um Einzelmittel aus einem bestimmten Ausgangsstoff, meist einer Heilpflanze oder einem Mineralstoff. Spagyrische Pflanzenessenzen werden nach einem alten Verfahren über mehrere Schritte unter alchemistischen Gesichtspunkten bearbeitet. Zur Anwendung kommen dabei Techniken wie die Vergärung, die Destillation und die Kalzination (Veraschung).

 

Den spagyrischen Mineralessenzen liegt ein andres Herstellungsverfahren zugrunde. Die zentrale Rolle hierbei spielt die Destillation des in ein Lösungsmittel eingebrachten Ausgangsstoffes, die mehrfach unter Rückführung abläuft. Beide spagyrischen Verfahren gelten als standardisiert, da sie im „Homöopathischen Arzneibuch“ (HAB) festgehalten sind. Das Verfahren der Pflanzen-Spagyrik wird dem Spagyriker Dr. Carl-Friedrich Zimpel (1801 – 1879) zugeschrieben. Bei den Essenzen der Mineral-Spagyrik wird das Verfahren nach Conrad Johann Glückselig (1864 – 1934) angewandt.

 

Spagyrische Rezepturen

Spagyrische Essenzen können als Einzelmittel angewandt oder zu individuellen Mischungen kombiniert werden. Letzteres ist die gängige Anwendungspraxis dieser spagyrischen Arzneimittel. Damit ergibt sich für die Therapie die Möglichkeit einer gezielten und sehr individuellen Behandlung. Entsprechende Rezeptursammlungen gab es schon in den 1920er Jahren. Eine solche „kreative Spagyrik“ bietet einen praktischen Weg an, weg von der Orientierung auf allgemeine Krankheitsbilder und hin zur Ausrichtung auf den einzelnen Menschen zu gelangen. Seit über 30 Jahren gibt es nun ein Rezeptursystem mit spagyrischen Essenzen für Apotheken und Drogerien, das die HEIDAK in der Schweiz entwickelte.

 


Herstellung der Spagyrik

 

HEIDAK-Spagyrik - Reinste Naturkraft

 

Spagyrik gehört zu den wirksamsten und verträglichsten pflanzlichen Arzneimitteln. Sie kann hervorragend bei Kleinkindern, Schwangeren und Stillenden eingesetzt werden. Auch für Tiere ist die Anwendung spagyrischer Essenzen bestens geeignet.

 

Mehr zu den Herstellungsschriftten finden Sie hier.

 

Den Herstellungsfilm sehen Sie unter Mehr.

 

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Spagyrik im Zimpel-Verfahren

1870 entwickelte der Arzt Carl-Friedrich Zimpel auf den Grundlagen von Paracelsus das spagyrische Herstellungsverfahren nach eigenem Verfahren, dem sogenannten Zimpel-Verfahren. Zimpel hielt die Destillation für einen wesentlichen Herstellungsschritt und war überzeugt, durch ausdauernde Destillationsvorgänge die arzneiliche Wirkung seiner Mittel auf besondere Weise zu verstärken.

 

Das Zimpel-Verfahren wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemäss der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen des Spagyrikers Johann Rudolf Glauber optimiert. Seither ist es Bestandteil des Homöopathischen Arzneimittelbuch (HAB) und bis zum heutigen Tag das am besten untersuchte und gebräuchlichste Verfahren zur Herstellung pflanzlicher Spagyrik. 

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Die vier Wirkaspekte

Nur HEIDAK-Essenzen berücksichtigen homöopathische, phytotherapeutische, aromatherapeutische und mineralische Arzneimittelbilder.

Aus der spagyrischen Theorie ist bekannt, dass sich sowohl im Menschen als auch in der Pflanze und der aus ihr gewonnenen Essenz die drei philosophischen Prinzipien Sal, Sulfur und Mercurius spiegeln. Beim Menschen stehen sie für Körper, Seele und Geist.

 

Homöo-Essenzen

Die Homöopathie basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Ihre Wirkungen sind eher energetisch und weniger materiell. Die Wirkungen von Homöo-Essenzen können dem Mercurius-Prinzip zugeordnet werden und regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

So kann Brechnuss (Nux vomica) die Leberfunktion unterstützen, Lebensbaum (Thuja) die Entgiftung über das Lymphsystem fördern, Tollkirsche (Belladonna) lindert Entzündungszustände sowie Schmerzen und Kermesbeere (Phytolacca) verhindert die Verschleppung von Infektionen.

 

Phyto-Essenzen

Die Phytotherapie ist eine stoffliche Therapieform. Hier werden die Erfahrungen der klassischen Phytotherapie angewendet. Zum Beispiel: Weissdorn (Crataegus) für das Herz, Sonnenhut (Echinacea) zur Anregung des Immunsystems, Johanniskraut (Hypericum) zur Beruhigung und Harmonisierung, Kamille (Chamomilla) zur Behebung von Entzündungen der Magen- Darmschleimhaut. Die Phyto-Essenzen wirken vorwiegend auf der körperlichen Ebene des Menschen. Sie entsprechen dem Sal-Prinzip.

 

Aroma-Essenzen

Die Aromatherapie arbeitet mit ätherischen Ölen und deren spezifischen Eigenschaften. Die ätherischen Öle bezeichnet man als die „Seele der Pflanze“. Somit gehören die Aroma-Essenzen zur seelischen Ebene des Menschen. Hier spricht man vom Sulfur-Prinzip. Diese Essenzen wirken primär über den Duft der ätherischen Öle auf den Menschen. Sie besitzen einen direkten Einfluss auf den Wesenskern eines Menschen und dienen dazu, Impulse zur Entwicklung und Befreiung seiner persönlichen Anlagen und Potenziale zu geben. Spagyrische Aroma-Essenzen sind zum Beispiel Lavendel (Lavandula), Zitronenmelisse (Melissa), Rosmarin (Rosmarinus) oder die Damaszener Rose (Rosa damascena). Diese Essenzen haben alle einen sehr hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die über einen intensiven Geruch deutlich wahrgenommen werden können.

Die Wirkaspekte von Aroma-, Phyto-, Homöo- und den Mineralessenzen lassen sich zu harmonischen Mischungen zusammen fügen, die besonders ganzheitlich und effektiv auf Körper, Geist und Seele des Menschen wirken.


Spagyrik im Glückselig-Verfahren

Spagyrische Essenzen können nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus Mineralien hergestellt werden. Da sich Mineralstoffe nicht mit Hefe vergären lassen, braucht es ein anderes Verfahren. Bei den Mineralien kommt das Herstellungsprinzip nach Johann Conrad Glückselig zum Einsatz, bei dem die Mineralien mit einem geeigneten Säure-Wasser-Gemisch gelöst und danach mehrfach destilliert werden.

 

Die Firma HEIDAK vertreibt zwei verschiedene Spagyrik-Gruppen, die nach dem Glückselig-Prinzip hergestellt werden: Die Mineral-Spagyrik mit den bekannten 27 Salzen nach Dr. Schüssler sowie 6 zusätzlich ausgewählte Salze und die SPABIONIK-Essenzen nach den 5 Elementen.

 

 

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Ausgangsstoff

Als Ausgangsstoffe für die Mineral-Spagyrik dienen die gleichen Mineralstoffe wie bei den bekannten Salzen nach Dr. Schüssler. Durch die spagyrische Aufbereitung entfalten die Essenzen ihre Wirkung in den Zellen und mobilisieren die dort vorhandenen Mineralstoffe. Die Essenzen können für dieselben Indikationen wie die bekannten Salze nach Dr. Schüssler eingesetzt werden. Sie lassen sich einzeln oder gemischt verwenden und man kann sie auch hervorragend mit der pflanzlichen Spagyrik nach dem Zimpel-Verfahren kombinieren. So entstehen sehr vielseitige und hochwirksame Mischungen.

 

Die Mineral-Spagyrik enthält keine Begleit- oder Zusatzstoffe wie z.B. Milchzucker. Sie ist daher zahnschonend und auch für Laktose-(Milchzucker) intolerante sowie Zölliakiekranke Menschen bestens geeignet.

 

SPABIONIK

Nach der Elementen-Lehre bilden Feuer, Wasser, Luft und Erde zusammen das Grundgerüst des ganzen Universums und auch des Menschen. Ein fünftes Element – der Äther – ist ihnen übergeordnet und überwacht das Zusammenspiel und die Harmonie der Elemente untereinander.

 

Wir alle haben schon feurige Hitzköpfe oder nah am Wasser gebaute Menschen erlebt. Wenn die Elemente in uns einseitig gewichtet sind, können psychische und / oder physische Störungen auftreten. Hier setzt die Wirkung der SPABIONIK® an.

Jede Essenz trägt die Grundqualität eines der fünf Elemente in sich. In der Anwendung findet der Mensch dann wieder Kontakt zu diesen Qualitäten, die er in sich hat. Mit SPABIONIK® gelingt es, auf die konstitutionellen Hintergründe von vielen Beschwerden regulierend einzuwirken.

 

Die Ausgangsstoffe für die SPABIONIK® kommen alle aus der anorganischen Natur. Sie sind sehr unterschiedlich und reichen von Marmor bis zu Meteoreisen.